Friedrich Bretz, Vorstand der ILM e.V. über die Projektgruppe Heimatmuseum

Öffnungszeiten

während der Sonderaustellung:
Sonntags 14-16Uhr

Über Weihnachten:
So 23. Dez. 2018 – geschlossen
So 30. Dez. 2018 – geöffnet
So 6. Jan. 2018 – geöffnet

Sonderführungen für Gruppen nach Terminvereinbarung

Adresse

Heimatmuseum Möhringen
Filderbahnstr. 29 – 3. Stock
70567 Stuttgart-Möhringen

Anfahrt

Stadtmuseum Stuttgart

Das Heimatmuseum Möhringen ist Teil des
Stadtmuseums Stuttgart.

 

ILM e.V.

Lesen Sie mehr über die Arbeit der Projektgruppe Heimatmuseum auf den Seiten der Initiative Lebensraum Möhringen-Fasanenhof-Sonnenberg e. V. (ILM)


Zu Unrecht als baufällig bezeichnet

Das Möhringer Spitaltor neben der Kelter galt schon im frühen 20. Jahrhundert als besonders malerisch.
Das Schwäbische Bilderblatt schrieb am 22. Dezember 1911 zu diesem Bild: „Das Spitaltor in Möhringen a. F., ein Bauwerk alter Zeit, geht rasch seinem Verfall entgegen und wird nicht allzu viele Jahre mehr erhalten werden können.“ Da hat sich der Schreiber glücklicherweise geirrt.
Die wesentlichen Bauten des Esslinger Spitalhofes in dem Filderort, Wohnhaus und Zehntscheuer, entstanden gegen Ende des 15. Jahrhunderts. Der zwischen Kelter (links) und Nebenscheuer (rechts) gelegene Torbau kam – ausweislich einer Inschrift zur Straßenseite hin – erst ein Jahrhundert später, genauer gesagt 1589, hinzu. Bei einem Erdbeben im November 1911 wurde die kleine Scheune so schwer beschädigt, dass sie abgerissen werden musste. Das vermeintlich so marode Tor blieb jedoch unversehrt stehen. An Stelle der Scheuer errichtete man 1912 das Wohnhaus, das noch heute vorhanden ist und zusammen mit dem Torgebäude unter Denkmalschutz steht.
Das große Wohnhaus im Spitalhof, seit 1928 im Besitz der Gemeinde, wurde 1944 durch Bomben schwer beschädigt, die Reste 1959 abgebrochen. Im Jahre 1962 wurde ein Neubau mit alt anmutender Fassade eröffnet; er beherbergt heute das Heimatmuseum, die Außenstelle der Stadtbücherei und weitere kulturelle Einrichtungen.

Die Aufnahme stammt von dem Hohenheimer Fotografen Hans Schinzinger und erschien wie das Eingangszitat erstmals am 22. Dezember 1911 im Schwäbischen Bilderblatt.

Mit freundlicher Genehmigung der Filderzeitung vom 28.2.2012, U.Gohl