In der Möhringer Martinskirche hing einst ein Andachtsbild, das für den Lehrer und Schultheiß Isaak Wolff (1661-1741) gestiftet wurde. Heute beherbergt das Heimatmuseum das auf Holz gemalte Epitaph. Es ist mit Namen und Lebensdaten beschriftet, wie es im 16. und 17. Jahrhundert im städtischen Bürgertum als Repräsentationsform üblich war. Wie auf der Platte zu sehen ist, war der Möhringer äußerst zeugungswillig und -fähig, sagt Theodor Honig.
Issak Wolff war zuerst 28 Jahre lang Schulmeister, das Amt übernahm er 1684 von seinem Vater, und anschließend die gleiche Zeit Schultheiß. Seine erste Ehefrau war Agatha Gohl. Nach deren Tod heiratete er Maria Elisabetha Maucharts. Die beiden Frauen gebaren acht Söhne und sieben Töchter, wobei sechs der Kinder früh gestorben sind. Die restlichen neun Kinder waren später als Verheiratete ebenfalls sehr zeugungsfreudig. Issak Wolff hatte 64 Enkel und 33 Urenkel, so erlebte er an seinem Sterbebett 122 Nachkommen, erzählt Theodor Honig.

Quelle: Filderzeitung v. September 2011,
Text: Gabi Ridder

Kategorien: Raritäten