Margarete Maier, ehrenamtliche Mitarbeiterin im Heimatmuseum, erzählt von einer alten Legende.

Der Überlieferung nach,überlebte im Spätmittelalter ein Kind einen schweren Unfall mit einem Pferdefuhrwerk, nachdem es in der Heilbrunnenquelle gewaschen worden war. Weil offensichtlich Maria ihre Hände im Spiel hatte, wurde 1495 neben der Quelle eine Marienkapelle errichtet. Nach der Reformation ist die auch Frauenkirche genannte Kapelle zerfallen. Der mit Steinen eingefasste Heilbrunnen neben einer alten Linde blieb aber erhalten. Später soll dort der Ortsgeschichte zufolge ein Badhaus gestanden haben. 1899 errichtete der Schneidermeister Friedrich Wagner an der gleichen Stelle eine Wirtschaft und baute Wannenbäder ein. Im Jahr 1927 wurde auf der Fläche das Freibad angelegt. Die Erinnerung an die Heilbrunnenquelle war da längst verblasst. Bis vor 20 Jahren zufällig der alte Wasserspeier bei einem Landwirt entdeckt wurde.

Er hatte den etwa fünf Kilogramm schweren Stein zweckentfremdet, er diente ihm als Gewicht auf einem Sauerkrautfass. Schließlich ist der Wasserspeier im Heimatmuseum gelandet. Ein an der Marienkapelle eingelassener Apostelkopf ziert heute die Mauer beim Bürgertreff.
Der Wasserspeier der Heilbrunnenquelle steht heute im Heimatmuseum.

Mit freundlicher Genehmigung der Filderzeitung vom 10.08.2011, Gabi Ridder

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