Friedrich Bretz, Vorstand der ILM e.V. über die Projektgruppe Heimatmuseum

Öffnungszeiten

während der Sonderaustellung:
Sonntags 14-16Uhr

Über Weihnachten:
So 23. Dez. 2018 – geschlossen
So 30. Dez. 2018 – geöffnet
So 6. Jan. 2018 – geöffnet

Sonderführungen für Gruppen nach Terminvereinbarung

Adresse

Heimatmuseum Möhringen
Filderbahnstr. 29 – 3. Stock
70567 Stuttgart-Möhringen

Anfahrt

Stadtmuseum Stuttgart

Das Heimatmuseum Möhringen ist Teil des
Stadtmuseums Stuttgart.

 

ILM e.V.

Lesen Sie mehr über die Arbeit der Projektgruppe Heimatmuseum auf den Seiten der Initiative Lebensraum Möhringen-Fasanenhof-Sonnenberg e. V. (ILM)


Sonderausstellung „Schulzeit in Möhringen Damals“

Die Sonderausstellung in der zweiten Etage des Heimatmuseums bot zahlreiche Exponate aus der Schulzeit und sogar zwei alte Schulbänke, für alle, die mal wieder die Schulbank drücken wollen. Man konnte mehrere Schulranzen aus der Kriegs- und Nachkriegszeit bestaunen. Wie heute kann man Mädchen- und Bubenranzen klar voneinander unterscheiden. Bubenranzen haben einen langen Überschlag, Mädchenranzen einen kurzen. Sie waren aus festen, dicken Rindsleder, ein Ranzen hat sogar ein Fußballmotiv aufgepreßt. In den Ranzen kamen Schiefertafel mit Schwamm und Lappen sowie der Griffelkasten. Eine Sammlung wunderschöner Griffelkästen wird im Museum ausgestellt.
Geschrieben wurde in Süterlinschrift. Von den Betreuern des Heimatmuseums wird diese Schrift den Schulklassen, die das Museum besuchen, gerne beigebracht. Viele Briefe der Kinder auf einer Tafel beweisen den Erfolg. Ungewohnt für die Kinder der heutigen Generation ist auch der aufgestellte Ofen mit Eierkohlenheizung. Damals konnte man nicht einfach zu Unterrichtsbeginn in die Klasse stürmen, nein, da wurde sich gerade in Zweierreihen aufgestellt und unter Führung des Lehrers der Klassenraum leise betreten. Was heute bei den Mädchen Freundebuch heißt, war damals das Poesiealbum, in dem Freunde und Lehrer Sinnsprüche eintrugen und Glanzbildchen einkleben durften. Das älteste Poesiealbum der Ausstellung war aus dem Jahre 1894. Die Sinnsprüche von damals waren „Edel sei der Mensch – hilfreich und gut“ oder „Rosen, Blumen, Nelken – Alle drei verwelken – Stahl und Eisen bricht – Aber meine Freundschaft nicht“. Der Handarbeitsunterricht hatte einen viel höheren Stellenwert als heute. Die Einbände von Gesangsbüchern wurden zum Schutz gestrickt oder mit Leinen überzogen. Aus Stickproben wurden im Unterricht Täschchen für Taschentücher oder Nadelmäppchen hergestellt. Den Wäscheschrank zu Hause zierten Borten mit Sinnsprüchen aus türkischroten Garn gestickt und ein schön verzierter Klammersack war der Stolz der Hausfrau.